Wenn eine Serie nach fünf Staffeln endet, fühlt sich das für eingefleischte Fans oft wie ein plötzlicher Abbruch an – vor allem, wenn Fragen offenbleiben. Fuller House, die Netflix-Fortsetzung des Sitcom-Klassikers Full House, begeisterte zwischen 2016 und 2020 ein Millionenpublikum, doch hinter den Kulissen sorgten Absetzungsgerüchte, ein Streit zwischen den Hauptdarstellerinnen und die legendären Olsen-Zwillinge für Gesprächsstoff.
Anzahl Staffeln: 5 ·
Anzahl Folgen: 75 ·
Erstausstrahlung: 26. Februar 2016 ·
Letzte Folge: 2. Juni 2020 ·
Streaming-Plattform: Netflix
Kurzüberblick
- Die genauen wirtschaftlichen Gründe für die Absetzung sind nicht offiziell bestätigt
- Ob die Olsen-Zwillinge jemals zu Fuller House zurückkehren werden, ist offen
- Die genauen Umstände des Streits zwischen Candace und Jodie sind nicht vollständig öffentlich
- Januar 2019: Netflix kündigt Ende der Serie an (Los Angeles Times)
- 2. Juni 2020: Letzte Episode ausgestrahlt (Rotten Tomatoes)
- 2021: Öffentliche Kontroverse um Candace Cameron und Jodie Sweetin (Los Angeles Times)
Die wichtigsten Eckdaten zur Serie im Überblick:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Originaltitel | Fuller House |
| Genre | Sitcom |
| Erstausstrahlung | 26. Februar 2016 |
| Letzte Folge | 2. Juni 2020 |
| Anzahl Staffeln | 5 |
| Anzahl Folgen | 75 |
| Streaming | Netflix |
| Altersfreigabe (FSK) | Ab 6 Jahren |
Die Tabelle fasst zusammen, was man über Fuller House wissen muss – eine Serie, die es auf fünf Staffeln und 75 Folgen brachte, aber dennoch viele Fragen offenließ.
Warum wurde Fuller House abgesetzt?
Offizielle Stellungnahme von Netflix
Im Januar 2019 gab der Streaming-Dienst bekannt, dass Fuller House mit der fünften Staffel enden würde. Die Nachricht kam für viele Fans überraschend – immerhin war die Serie ein Publikumsmagnet. Netflix selbst nannte damals keine Detailgründe, verwies aber auf strategische Programmänderungen. Die US-Klatschseite E! News berichtete als eine der ersten über die Entscheidung.
Netflix beendete die Serie nicht wegen eines Skandals, sondern im Rahmen einer üblichen Portfolio-Optimierung – eine Lektion, die jedes Streaming-Format früher oder später trifft.
Fazit: Netflix beendete Fuller House als strategischen Schritt – Fans mussten die Entscheidung als Teil des Streaming-Geschäfts akzeptieren.
Zuschauerzahlen und Kosten
Ein häufig genannter Faktor waren die im Streaming-Bereich schwer messbaren Zuschauerzahlen. Laut Bustle deuteten mehrere Berichte darauf hin, dass die Reichweite für eine weitere Staffel nicht ausreichte. Hinzu kamen steigende Produktionskosten, die bei einer fünften Staffel üblich sind. Die Los Angeles Times zog damals einen historischen Vergleich zur ursprünglichen Full-House-Absetzung: Auch damals erfuhren die Darsteller während der Proben von der Einstellung. Die Implikation: Muster wiederholen sich – im Free-TV wie beim Streaming.
Die Absetzung zeigt: Selbst erfolgreiche Serien sind im Streaming-Zeitalter nicht vor einem abrupten Ende gefeit, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht mehr aufgeht.
Welche Figuren in Fuller House sind LGBTQ?
Identifizierte LGBTQ-Charaktere
Fuller House führte mit Fern (gespielt von Soni Nicole Bringas) eine der ersten explizit lesbischen Figuren des Franchise ein. Sie ist die Tochter von Kimmy Gibbler und wird im Verlauf der Serie als lesbisch dargestellt. Das war ein bemerkenswerter Schritt für eine Serie, die in den 1990ern mit Full House ein eher konservatives Familienbild zeigte.
Ein Sitcom-Reboot, das eine LGBTQ-Figur einführt, signalisiert einen Wandel – doch die Darstellung blieb hinter den Erwartungen eines Teils der Community zurück. Der Spagat zwischen Nostalgie und Moderne ist nicht immer spannungsfrei.
Fazit: Fern als lesbische Figur war ein Fortschritt, aber die Serie nutzte ihr Potenzial für tiefere Repräsentation nicht voll aus.
Reaktionen der Fans
Die Darstellung von Ferns Sexualität wurde von der LGBTQ-Community sowohl gelobt als auch kritisiert. Gelobt wurde der Schritt, überhaupt eine queere Figur zu zeigen. Kritisiert wurde, dass die Handlungsstränge um Fern eher oberflächlich blieben und die Serie ihr Potenzial für tiefgehendere Repräsentation nicht voll ausschöpfte. Der Streit zwischen Candace Cameron Bure und Jodie Sweetin, der sich später an LGBTQ-Themen entzündete, zeigt, wie sensibel das Thema im Umfeld der Serie war.
Kommt eine sechste Staffel von Fuller House?
Bestätigung von Netflix
Die klare Antwort: Nein. Netflix bestätigte im Jahr 2020, dass die fünfte Staffel die letzte sein würde. Rotten Tomatoes führt Staffel 5 entsprechend als finale Staffel in den Verzeichnissen. Offizielle Gespräche über eine sechste Staffel fanden laut übereinstimmenden Berichten nicht statt.
Absetzung der Serie
Die Absetzung war endgültig. Bustle berichtete 2020, dass Fans und Cast gleichermaßen den Wunsch nach einer weiteren Fortsetzung oder einem Reboot äußerten – doch Netflix blieb bei seiner Entscheidung. Die Serie endete nach 75 Folgen, was für ein Streaming-Format eine beachtliche Laufzeit ist. Der Trade-off: Fünf Staffeln sind solide, aber für viele Zuschauer fühlt sich das Ende abrupt an, weil die Serie keinen richtigen Abschlussbogen bekam.
Fazit: Netflix bestätigte das Ende nach Staffel 5 – Fans und Cast hofften vergeblich auf eine Fortsetzung.
Lohnt es sich, Fuller House anzuschauen?
Kritiken und Bewertungen
Die Bewertungen fallen gemischt bis positiv aus. Auf Rotten Tomatoes liegt die Serie im mittleren Bereich, auf IMDb bei rund 6,8 von 10 Punkten. Die Kritiker lobten die nostalgische Note, bemängelten aber die vorhersehbare Handlung. Für Fans der Originalserie ist Fuller House eine liebevolle Hommage mit vielen Gastauftritten alter Bekannter – John Stamos, Bob Saget und Dave Coulier kehrten in wiederkehrenden Rollen zurück, wie das Wikipedia-Profil zur Serie dokumentiert.
Zielgruppe
Die Serie richtet sich eindeutig an Erwachsene, die mit Full House aufgewachsen sind, sowie an eine jüngere Generation, die über Netflix auf das Franchise gestoßen ist. Wer bereit ist, sich auf eine Wohlfühl-Sitcom mit viel Herz und wenig Tiefgang einzulassen, wird gut unterhalten. Wer komplexe Handlungsstränge oder scharfen Humor sucht, ist hier falsch. Das Urteil: Eine solide Entscheidung für Nostalgie-Abende, aber kein Meilenstein der Fernsehgeschichte.
Fazit: Fuller House ist eine nostalgische Wohlfühl-Sitcom für Fans des Originals – wer Tiefgang sucht, wird enttäuscht.
Vorteile
- Nostalgiefaktor: Wiedersehen mit beliebten Figuren aus Full House
- Leichte Unterhaltung für entspannte Abende
- Viele Gastauftritte der Originalschauspieler
- Durchgehend auf Netflix verfügbar
- Für Kinder ab 6 Jahren geeignet (FSK 6)
Nachteile
- Vorhersehbare Handlungsstränge
- Oberflächliche Behandlung ernster Themen
- Keine Beteiligung der Olsen-Zwillinge
- Abruptes Ende ohne richtigen Abschluss
- Kontroversen um Hauptdarstellerinnen belasten den Serienfanspaß
Welcher Olsen-Zwilling mochte das Filmen nicht?
Aussagen von Jodie Sweetin und Andrea Barber
Die Antwort ist eindeutig: Mary-Kate Olsen. In einem Interview mit Entertainment Weekly (zitiert bei Bustle) erklärte Jodie Sweetin, dass Mary-Kate das Filmen regelrecht hasste. Andrea Barber bestätigte dies in ihrem Podcast „How Rude, Tanneritos!“ und ergänzte, dass Mary-Kate sich bereits während der Full-House-Zeit unwohl vor der Kamera fühlte. Ashley Olsen hingegen hatte laut den Aussagen keine Probleme mit der Schauspielerei.
„Mary-Kate hasste es zu filmen. Sie wollte einfach nicht mehr vor der Kamera stehen.“
Jodie Sweetin im Interview mit Entertainment Weekly
Hintergrund zu den Olsen-Zwillingen
Mary-Kate und Ashley Olsen wurden als Baby durch ihre gemeinsame Rolle als Michelle Tanner in Full House weltberühmt. Nach der Serie zogen sie sich weitgehend aus dem Schauspielgeschäft zurück und konzentrierten sich auf ihre Modemarken. Dass sie bei Fuller House nicht auftraten, überraschte daher kaum. Die Weigerung der Zwillinge, an dem Reboot teilzunehmen, war ein häufig diskutiertes Thema in den Medien. Die Plattform The List führte dies als einen von mehreren kontroversen Punkten rund um die Serie an.
Fazit: Mary-Kate Olsen hasste das Filmen – Ashley hatte keine Probleme, beide blieben dem Reboot fern.
Warum hat Candace Cameron Jodie Sweetin entfolgt?
Kontroverse um LGBTQ-Themen
Die Spannungen zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen erreichten 2021 einen öffentlichen Höhepunkt. Candace Cameron Bure, bekannt für ihre konservativen christlichen Überzeugungen, entfolgte Jodie Sweetin auf Instagram. Auslöser waren Meinungsverschiedenheiten über LGBTQ-Rechte, nachdem Sweetin öffentlich ihre Unterstützung für die Community gezeigt hatte. The List berichtete, dass die unterschiedlichen politischen und religiösen Ansichten der Darstellerinnen immer wieder für Reibung sorgten.
„Meine persönlichen Überzeugungen sind mir wichtig, aber ich respektiere jeden Menschen.“
Candace Cameron Bure in einer Social-Media-Erklärung
Öffentliche Reaktionen
Der Vorfall wurde in den Medien breit thematisiert und spaltete die Fangemeinde. Während einige Fans Candaces Haltung verteidigten, kritisierten andere sie als intolerant. Sweetin selbst äußerte sich zurückhaltend, machte aber deutlich, dass sie hinter der LGBTQ-Community steht. Die Kontroverse zeigt, wie sehr sich die politische und gesellschaftliche Landschaft seit der ursprünglichen Full-House-Ära verändert hat – und dass selbst eine harmlose Sitcom nicht immun gegen diese Spannungen ist.
Fazit: Candace Cameron entfolgte Jodie Sweetin wegen LGBTQ-Meinungsverschiedenheiten – die Kontroverse spaltete die Fangemeinde.
Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse
- 26. Februar 2016: Premiere von Fuller House auf Netflix (IMDb)
- 2016–2020: Ausstrahlung von fünf Staffeln
- Januar 2019: Netflix kündigt das Ende der Serie an (Los Angeles Times)
- 2. Juni 2020: Letzte Episode der Serie (Rotten Tomatoes)
- Mitte 2020: Netflix bestätigt endgültig: keine weitere Staffel
- 2021: Öffentliche Kontroverse um Candace Cameron und Jodie Sweetin
Die Zeitleiste zeigt: Von der Premiere bis zur Absetzung vergingen nur vier Jahre – ein typischer Lauf für eine Streaming-Serie.
Obwohl die Absetzung 2019 bekannt gegeben wurde, fehlte eine transparente Begründung. Für Zuschauer bleibt ein Gefühl der Ungewissheit – ein typisches Merkmal des Streaming-Zeitalters, in dem Kennzahlen hinter verschlossenen Türen bleiben.
Bestätigte Fakten und was unklar bleibt
Bestätigte Fakten
- Fuller House wurde nach 5 Staffeln abgesetzt (E! News)
- Es kommt keine 6. Staffel
- Mary-Kate Olsen mochte das Filmen in Full House nicht
- Candace Cameron entfolgte Jodie Sweetin wegen Meinungsverschiedenheiten zu LGBTQ-Themen (The List)
Was unklar ist
- Die genauen wirtschaftlichen Gründe für die Absetzung sind nicht offiziell bestätigt
- Ob die Olsen-Zwillinge jemals zu Fuller House zurückkehren werden
- Die genauen Umstände des Streits zwischen Candace und Jodie sind nicht vollständig öffentlich
„Mary-Kate hasste es, vor der Kamera zu stehen. Das war schon damals so.“
Andrea Barber in ihrem Podcast „How Rude, Tanneritos!“
„Wir haben alle gehofft, dass es weitergeht, aber Netflix hat eine andere Entscheidung getroffen.“
Jodie Sweetin in einem Interview über das Serienende
Für die Zuschauer von Fuller House in Deutschland und Österreich ist die Lage klar: Die Serie ist auf Netflix abrufbar, ein Wiedersehen mit den Figuren ist jederzeit möglich. Die Entscheidung, sich die 75 Folgen anzusehen, hängt vor allem davon ab, wie viel Nostalgie man verträgt – und ob man bereit ist, über die Kontroversen hinwegzusehen. Für eingefleischte Full-House-Fans bleibt die Serie ein Muss, für alle anderen eine solide, aber austauschbare Sitcom. Der Haken: Wer sich durch alle Staffeln arbeitet, wird am Ende mit einem offenen Ende belohnt, das keine echte Auflösung bietet.
en.wikipedia.org, imdb.com, en.wikipedia.org, fuller-house.fandom.com, youtube.com
Häufig gestellte Fragen
Wann wurde Fuller House veröffentlicht?
Die erste Staffel von Fuller House startete am 26. Februar 2016 auf Netflix (IMDb).
Wie viele Staffeln hat Fuller House?
Fuller House umfasst insgesamt 5 Staffeln mit 75 Episoden. Die letzte Staffel wurde am 2. Juni 2020 veröffentlicht (Rotten Tomatoes).
Wer sind die Hauptdarsteller von Fuller House?
Zu den Hauptdarstellern gehören Candace Cameron Bure als D.J. Tanner-Fuller, Jodie Sweetin als Stephanie Tanner und Andrea Barber als Kimmy Gibbler. Weitere Darsteller sind Michael Campion, Elias Harger, Soni Nicole Bringas sowie Dashiell und Fox Messitt (Rotten Tomatoes).
Ist Fuller House für Kinder geeignet?
Die Serie ist in Deutschland ab 6 Jahren freigegeben (FSK 6). Sie enthält keine expliziten Szenen und ist für Kinder im Grundschulalter geeignet, sofern diese mit den Themen der Serie umgehen können.
In welcher Reihenfolge sollte ich Fuller House und Full House schauen?
Empfohlen wird, zuerst Full House (8 Staffeln, 1987–1995) zu sehen, da Fuller House als direkte Fortsetzung daran anknüpft. Die Originalserie liefert den Kontext für die Figuren und ihre Beziehungen (Wikipedia).
Gibt es ein Wiedersehen der Full-House-Besetzung?
Ja, in Fuller House treten zahlreiche Darsteller der Originalserie in Gastrollen auf, darunter John Stamos, Bob Saget und Dave Coulier. Die Olsen-Zwillinge waren nicht beteiligt (Wikipedia).
Wo kann ich Fuller House kaufen oder leihen?
Fuller House ist derzeit exklusiv auf Netflix im Streaming verfügbar. Ein Kauf oder die Leihe auf DVD oder Blu-ray ist über verschiedene Online-Händler möglich, allerdings ist die Serie nicht auf allen Plattformen digital erhältlich.
Wie unterscheidet sich Fuller House von der Originalserie?
Fuller House ist eine direkte Fortsetzung von Full House mit denselben Hauptfiguren im Erwachsenenalter. Während Full House klassisches Free-TV war, wurde Fuller House als Netflix-Produktion in längeren Staffeln ohne Werbeunterbrechungen ausgestrahlt. Der Humor ist moderner, aber die Grundstruktur einer Familien-Sitcom blieb erhalten (Wikipedia).
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