Kaum ein Film spaltet das Publikum so sehr wie Scorseses Mafia-Thriller – die einen feiern ihn als Meisterwerk, die anderen sehen nur ein überlanges Remake. Dabei ist „Departed – Unter Feinden“ mehr als ein simpler Krimi: Er brachte Regisseur Martin Scorsese endlich den Oscar für die beste Regie und wurde 2007 zum besten Film gekürt. Wer sich fragt, ob der Streifen tatsächlich so gut ist, bekommt hier eine ehrliche Einordnung – inklusive Ende-Erklärung, Streaming-Fakten und den Gründen für die anhaltende Kontroverse.

IMDb-Bewertung: 8,5/10 ·
Rotten Tomatoes (Kritiker): 90 % ·
Einspielergebnis (weltweit): 291 Mio. USD ·
Oscar-Auszeichnungen: 4 (Bester Film, Regie u. a.)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • 2002: Original „Infernal Affairs“ erscheint
  • 2005: Dreharbeiten zu „The Departed“ beginnen
  • 6. Oktober 2006: US-Kinostart
  • Februar 2007: Vier Oscars
  • 2025: Gerüchte um Fortsetzung (bisher nicht bestätigt)
4Wie es weitergeht
  • Streaming-Angebote ändern sich stetig – aktuell bei Prime Video, Sky Store u. a.
  • Eine Fortsetzung ist nicht in Entwicklung
  • Der Film bleibt ein Referenzpunkt für das Genre

Zehn Fakten auf einen Blick – eine Mischung aus harten Produktionsdaten und Bewertungen, die die Ambivalenz des Films greifbar macht.

Merkmal Wert
Originaltitel The Departed
Regisseur Martin Scorsese
Drehbuch William Monahan (nach „Infernal Affairs“)
Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg
Erscheinungsjahr 2006
Genre Thriller, Krimi, Drama
Laufzeit 151 Minuten
FSK Ab 16 Jahren
Einspielergebnis 291 Millionen USD (weltweit)
Budget 90 Millionen USD

Ist Departed – Unter Feinden sehenswert?

Die Frage beschäftigt Kinofans seit 2006. Die Antwort fällt überraschend eindeutig aus – zumindest wenn man den Zahlen traut.

Kritikerstimmen und Publikumsreaktionen

Auf Rotten Tomatoes – Kritiker-Aggregator erreicht der Film 90 % positive Kritiken. Die IMDb – Nutzerdatenbank verzeichnet eine Bewertung von 8,5/10. Roger Ebert gab dem Werk 4 von 4 Sternen und nannte es einen der besten Thriller des Jahrzehnts. Die deutsche Filmkritik Filmstarts – deutsches Filmmagazin (4,5/5) lobt Scorseses intensive Inszenierung. Das Publikum scheint also weitgehend überzeugt – der Film hält eine breite Zustimmung.

Oscar-Erfolg als Qualitätsindikator

Bei der Oscarverleihung 2007 räumte der Film vier Trophäen ab: Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt und Bestes adaptiertes Drehbuch (Wikipedia – freie Enzyklopädie). Selten wird ein Thriller derart mit den höchsten Filmpreisen geehrt. Das spricht für handwerkliche Klasse – auch wenn manche Kritiker den Sieg als Lifetime-Achievement-Oscar für Scorsese werten.

Vergleich mit dem Original „Infernal Affairs“

Das Hongkong-Original von 2002 gilt vielen als das subtilere Werk. Filmstarts – deutsches Filmmagazin urteilt: Das Ende des Scorsese-Remakes falle künstlerisch ab und sei nicht zwingend nötig gewesen. Dennoch gilt die Neuverfilmung als gelungenes Remake, das die Handlung nach Boston verlegt und mit einem Starbesetzung aufwartet. Der Originalfilm endet anders – wer beide kennt, erlebt zwei komplett unterschiedliche emotionale Fallhöhen.

Fazit: DiCaprio und Damon liefern intensive Duelle – wer auf Starbesetzung steht, kommt an Departed nicht vorbei. Für Puristen des Originals lohnt der Vergleich, um Scorseses eigene Handschrift zu sehen. Die Konsequenz: Fans von rasantem Mafia-Kino bekommen einen der dichtesten Thriller des Jahrzehnts.

Die Implikation: Die Bewertungen sprechen eine klare Sprache – der Film überzeugt Kritiker und Publikum gleichermaßen, auch wenn die Original-Liebhaber Abstriche machen.

Wie endet Departed – Unter Feinden?

Kaum ein Filmbeben hat das Publikum in den letzten Jahren so gespalten wie der Schlussakt. Die letzten Minuten sind ein Kugelhagel der Konsequenzen.

Zusammenfassung der Schlussszenen

  • Billy Costigan (DiCaprio) stellt Frank Costello (Nicholson) – und tötet ihn. Costello entpuppt sich als FBI-Informant (Vodafone – Telekommunikationsportal (t2)).
  • Dann wird Costigan selbst von seinem Kollegen Barrigan erschossen – einem weiteren Maulwurf im Dienst der Mafia. Barrigan wird kurz darauf von Colin Sullivan getötet (Vodafone – Telekommunikationsportal).
  • Der Maulwurf Sullivan (Damon) glaubt, entkommen zu sein – bis Sergeant Dignam (Wahlberg) auftaucht und ihn in dessen Wohnung erschießt (Vodafone – Telekommunikationsportal).
  • Die letzte Einstellung zeigt eine Ratte auf dem Balkon – ein Zeichen für Verrat und Korruption.

Tod der Hauptfiguren

Von den vier Hauptfiguren überlebt nur Sergeant Dignam. Costigan, Costello und Sullivan sterben. Das ist ungewöhnlich für einen Mainstream-Thriller – der Film bricht mit der Konvention, dass der Held überlebt. Moviepilot – Filmmagazin (t2) beschreibt das Ende als knallhart, konsequent und niederschmetternd.

Symbolik des Endes

Die Ratte in der Schlusseinstellung wird oft als Hinweis auf Sullivan gelesen – doch sie steht für das ganze System aus Verrat und Gegenspionage. Die Theorie, dass Dignam Costigan, Brown und Queenan rächt, ist plausibel: Sein Auftauchen in Sullivans Wohnung ist kein Zufall, sondern eine gezielte Exekution (Vodafone – Telekommunikationsportal).

Fazit: Wahlbergs Dignam überlebt als Einziger – wer auf ein Happy End hofft, wird enttäuscht. Der Film belohnt keine Gerechtigkeit: Er zeigt die zerstörerische Kraft von Misstrauen. Die Konsequenz für Zuschauer, die moralische Eindeutigkeit suchen: nicht geeignet.

Das Muster: Scorsese bricht bewusst mit der Heldenerwartung – der Überlebende ist kein Sympathieträger, sondern der rächende Sergeant.

Wo kann man Departed – Unter Feinden streamen?

Aktuelle Verfügbarkeit ist ein Minenfeld aus wechselnden Lizenzen. Hier der Stand für Deutschland und Hinweise für Irland.

Aktuelle Streaming-Anbieter in Deutschland

  • Prime Video (im Abo enthalten)
  • Sky Store (Leihe/Kauf)
  • Apple TV (Leihe/Kauf)
  • YouTube Store (Leihe/Kauf)
  • HBO Max (zeitweise verfügbar, Stand 2025)

Wikipedia – freie Enzyklopädie listet die Rechteinhaber auf, die sich jedoch ständig ändern. Eine feste Netflix-Verfügbarkeit besteht nicht (Stand 2025).

Kauf- und Leihoptionen

Kauf (ca. 9–14 Euro) und Leihe (ca. 3–5 Euro) sind bei allen genannten Anbietern möglich. Wer den Film besitzen möchte, greift zur Blu-ray oder DVD – dort oft mit Bonusmaterial.

Regionseinschränkungen (z. B. Irland)

In Irland kann der Film über Sky Store oder Apple TV gestreamt werden. Die genauen Lizenzbedingungen variieren – ein VPN kann helfen, das Angebot in Deutschland zu nutzen, solange die AGB des jeweiligen Anbietern dies erlauben.

Fazit: Für DiCaprio- und Scorsese-Fans in Deutschland ist der Film leicht zugänglich – vor allem über Prime Video. Wer in Irland wohnt, muss mit Sky Store oder Apple TV ausweichen. Die Konsequenz: Kein Netflix-Abonnent wird fündig.

Der Haken: Die Lizenzsituation ändert sich ständig – wer den Film langfristig verfügbar haben will, kauft ihn besser. Die vollständige Besetzung von Shutter Island finden Sie hier: Besetzung von Shutter Island.

Warum ist „The Departed“ umstritten?

Der Film spaltet das Publikum – trotz oder wegen der Oscars. Drei Hauptkritikpunkte halten die Debatte am Leben.

Kontroverse um die exzessive Gewaltdarstellung

Mit 151 Minuten Laufzeit und mehreren brutalen Todesszenen geht der Film weit über das übliche Maß hinaus. Filmstarts – deutsches Filmmagazin bemängelt die übermäßige Gewalt. Manche Zuschauer empfinden die Drastik als unnötig – andere sehen genau darin die Authentizität des Milieus.

Debatte über die Oscar-Vergabe

Martin Scorsese hatte bereits mehrere Oscars „verdient“, aber nie gewonnen. Sein Sieg 2007 wurde von vielen als verspätete Ehrung für sein Gesamtwerk gesehen – und nicht unbedingt für diesen Film. Das schmälert die Anerkennung für „The Departed“ in den Augen einiger Kritiker.

Vergleich mit der Vorlage „Infernal Affairs“

Das Original aus Hongkong ist kürzer, leiser und psychologisch tiefgründiger. Moviepilot – Filmmagazin merkt an, dass das Scorsese-Remake ein anderes Finale hat – und laut Filmstarts – deutsches Filmmagazin fällt dieses Ende künstlerisch ab. Das Remake sei weniger subtil, dafür lauter und brutaler.

Fazit: DiCaprio, Damon und Nicholson liefern kontroverse Szenen – die Kontroverse ist kein Zeichen für schwache Qualität, sondern dafür, dass der Film starke Reaktionen provoziert. Wer Gewalt im Kino erträgt und sich auf Scorseses Stil einlässt, wird belohnt; wer sensible Nerven hat, sollte zuvor einen Blick auf die FSK-Warnung werfen.

Was das bedeutet: Ein Film, der so polarisiert, hat meist genau die richtige Wucht für sein Genre – die Debatte hält ihn am Leben.

Welche Schauspieler und welcher Regisseur stecken hinter Departed – Unter Feinden?

Das Ensemble ist eines der dichtesten der 2000er-Jahre. Jede Rolle ist prominent besetzt – bis in die Nebenfiguren.

Hauptdarsteller und ihre Rollen

  • Leonardo DiCaprio als Undercover-Cop Billy Costigan
  • Matt Damon als Maulwurf Colin Sullivan
  • Jack Nicholson als Gangsterboss Frank Costello
  • Mark Wahlberg als Sergeant Dignam
  • Martin Sheen als Captain Queenan

Regisseur und Drehbuchautoren

Martin Scorsese führte Regie – sein erster Oscar nach jahrzehntelanger Karriere. Das Drehbuch schrieb William Monahan, der dafür ebenfalls einen Oscar gewann. Die Vorlage lieferten Felix Chong und Alan Mak mit „Infernal Affairs“.

Filmmusik und Soundtrack

Der Soundtrack mixt Klassiker von The Rolling Stones, Pink Floyd und Dropkick Murphys. Die Musik unterstreicht die Bostoner Atmosphäre und treibt die Spannung voran. Ein eigenständiges Hörerlebnis, das den Film auch ohne Bild trägt.

Pro und Contra: Lohnt der Film?

Vorteile

  • Starbesetzung mit Oscar-Niveau
  • Scorseses beste Regiearbeit der 2000er
  • Vier Oscars – handwerklich makellos
  • Spannung bis zur letzten Minute
  • Ende bricht mit Konventionen

Nachteile

  • Überlänge von 151 Minuten
  • Exzessive Gewalt für empfindliche Zuschauer
  • Weniger subtil als das Original
  • Ende kann als unbefriedigend empfunden werden

„Die deutsche Filmkritik bewertet den Film mit 4,5 von 5 Sternen und lobt die intensive Inszenierung Scorseses.“

– Filmstarts (deutsche Filmdatenbank)

„Einer der besten Thriller des Jahrzehnts.“

– Roger Ebert, Chicago Sun-Times (renommierter US-Filmkritiker)

Fazit – Warum Departed ein Film für Erwachsene bleibt

Der Film fordert sein Publikum – sowohl emotional als auch intellektuell. Er präsentiert keine Helden, sondern gebrochene Figuren in einem System, das sie alle zermalmt. Für Zuschauer in Deutschland, die nach einem intensiven Thriller mit Starbesetzung suchen, ist die Entscheidung klar: Streamen, ansehen und über das Ende diskutieren. Wer dagegen leichte Unterhaltung sucht, sollte sich eher einem anderen Genre zuwenden. Wie DiCaprio in seiner Rolle als Costigan zeigt, fordert der Film volle Aufmerksamkeit – und belohnt sie mit einem der dichtesten Thriller des Jahrzehnts.

Häufig gestellte Fragen

Ist „Departed – Unter Feinden“ ein Remake?

Ja, es ist ein Remake des Hongkong-Films „Infernal Affairs“ aus dem Jahr 2002 (Moviepilot – Filmmagazin).

Wie viele Oscars hat der Film gewonnen?

Vier Oscars 2007: Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt und Bestes adaptiertes Drehbuch (Wikipedia – freie Enzyklopädie).

Gibt es eine deutsche Synchronisation?

Ja, der Film wurde auf Deutsch synchronisiert und ist unter dem Titel „Departed – Unter Feinden“ verfügbar.

Wie lange dauert der Film?

Die Laufzeit beträgt 151 Minuten.

Ist der Film für Jugendliche geeignet?

Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben (FSK 16) – wegen der exzessiven Gewaltdarstellung und der düsteren Atmosphäre.

Wer hat die Filmmusik komponiert?

Einen einzelnen Komponisten gibt es nicht – der Soundtrack besteht aus vorhandenen Songs von Bands wie The Rolling Stones, Pink Floyd und Dropkick Murphys.

Wo wurde „Departed – Unter Feinden“ gedreht?

Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Boston, Massachusetts, sowie in New York statt.

Gibt es geschnittene Szenen oder eine Director’s Cut?

Es existiert kein offizieller Director’s Cut. Der Kinofilm ist die einzige verfügbare Fassung.